Wer ein langes Himmelfahrtswochenende am Wasser verbringen und dabei neues Material direkt ausprobieren möchte, findet auf Fehmarn eine besondere Mischung aus Testival, Sportveranstaltung und Strandfestival. Ich zeige, was das Surf-Festival auf Fehmarn ausmacht, welche Angebote Besucher erwarten, wie der Testbetrieb funktioniert und worauf du bei Anreise, Ausrüstung und Übernachtung achten solltest.
Das Wichtigste zum Surf-Festival auf Fehmarn auf einen Blick
- Termin 2026 war vom 14. bis 17. Mai am Südstrand Burgtiefe.
- Der Eintritt zum Festival und der Windsurf- und SUP-Testbetrieb waren kostenlos.
- Im Mittelpunkt stehen Windsurfen, SUP, Wingfoiling und Foiling, nicht nur klassisches Wellenreiten.
- Für Materialtests brauchst du einen gültigen Ausweis; Minderjährige benötigen eine volljährige Begleitperson.
- 2027 soll die Veranstaltung an die Westmole am Südstrand umziehen und mit dem Foil-Festival verbunden werden.

Was das Surf-Festival auf Fehmarn besonders macht
Das Event ist keine klassische Messe in einer Halle, sondern ein Testival direkt am Ostseestrand. Hersteller bringen Boards, Segel, Foils und weiteres Zubehör mit, sodass du Produkte nicht nur anschauen, sondern unter realen Bedingungen auf dem Wasser vergleichen kannst.
Wer beim Begriff Surfen an hohe Wellen und ein Shortboard denkt, sollte seine Erwartungen etwas anpassen. Der Schwerpunkt liegt klar auf Windsurfen, ergänzt durch SUP, Wingfoiling, Foiling und weitere Wassersportarten. Gerade diese Mischung macht den Besuch interessant, weil Anfänger und erfahrene Wassersportler auf demselben Gelände unterschiedliche Angebote finden.
Das Testareal am Südstrand bietet einen etwa brusttiefen Flachwasserbereich, der sich laut Veranstalter besonders für erste Versuche und Materialtests eignet. Für mich ist das einer der größten Vorteile des Standorts. Man muss nicht sofort in anspruchsvolle Bedingungen, sondern kann Boards und Rigg zunächst kontrolliert ausprobieren.
Termine, Ort und der aktuelle Stand
Die Ausgabe 2026 fand vom 14. bis 17. Mai am Südstrand in Burgtiefe statt. Die Veranstaltungsfläche lag an der Südstrandpromenade auf Fehmarn und verband Testbereich, Event-Area, Gastronomie und Beachcamp auf engem Raum.
Der Tourismus-Service Fehmarn bezeichnete die Veranstaltung als kostenlose Plattform für Besucher, Hersteller und Szenegrößen. 2026 kamen nach dem Festivalbericht rund 28.000 Menschen auf die Insel. Damit gehört das Event zu den größten Windsurf-Veranstaltungen im deutschen Raum.
Für die Zukunft wurde eine wichtige Änderung angekündigt. Ab 2027 soll das Festival an die Westmole am Südstrand wechseln. Außerdem soll das bisher eigenständige Foil-Festival integriert werden. Einen konkreten Termin für die nächste Ausgabe sollte man vor der Reise trotzdem noch einmal direkt beim Veranstalter prüfen.
| Bereich | Information |
|---|---|
| Veranstaltungsort 2026 | Südstrand Burgtiefe, Fehmarn |
| Festivaldauer 2026 | Vier Tage über das Himmelfahrtswochenende |
| Testbetrieb | Donnerstag bis Samstag etwa 10 bis 18 Uhr, Sonntag kürzer |
| Eintritt | Kostenlos |
| Geplanter Standort ab 2027 | Westmole am Südstrand |
So funktioniert der Materialtest vor Ort
Der kostenlose Testbetrieb ist der Kern der Veranstaltung. Du meldest dich im Testcenter an, hinterlegst deine Kontaktdaten und erhältst eine wasserdicht verpackte Testkarte. Damit gehst du zu den gewünschten Herstellern und kannst je nach Verfügbarkeit Board, Segel oder Foil ausprobieren.
Ein gültiger Ausweis gehört deshalb unbedingt ins Gepäck. Erwachsene müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Minderjährige dürfen nur in Begleitung einer volljährigen Person testen, die für sie die Verantwortung übernimmt.
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Was du realistisch testen kannst
Wie viel Material du tatsächlich ausprobieren kannst, hängt von Wind, Andrang und verfügbaren Größen ab. Besonders beliebte Boards und Segel sind schnell vergeben. Ich würde deshalb nicht erst am Nachmittag erscheinen, wenn du mehrere Produkte vergleichen möchtest.
- früh am Testcenter anmelden
- Wind- und Wetterbedingungen realistisch einschätzen
- zuerst die passende Boardgröße wählen
- nach jedem Test kurz notieren, was sich verändert hat
- bei starkem Andrang lieber gezielt zwei oder drei Modelle testen
Ein häufiger Fehler ist, nur auf das Gefühl in den ersten fünf Minuten zu achten. Ein Board kann sich sofort stabil anfühlen, aber bei mehr Wind oder höherer Geschwindigkeit deutlich anders reagieren. Notiere dir daher Stabilität, Kontrollgefühl, Angleiteigenschaften und Handling, bevor du zum nächsten Modell wechselst.
Programm, Wettkämpfe und Angebote neben dem Wasser
Neben dem Testcenter gehören Wettbewerbe und Vorführungen zum festen Bestandteil. Je nach Ausgabe stehen unter anderem Freestyle-Formate, Rennen und Demonstrationen aus dem Windsurf- und Foil-Bereich auf dem Programm. Auch bekannte Persönlichkeiten der Szene sind regelmäßig vor Ort.
Für Einsteiger sind besonders Schnupperkurse und Mitmachangebote interessant. Sie ersetzen keinen vollständigen Windsurfkurs, können aber helfen, herauszufinden, ob der Sport grundsätzlich passt. Wer bereits Erfahrung hat, profitiert eher vom direkten Austausch mit Marken, Ridern und anderen Testern.
Abseits des Wassers gibt es Foodtrucks, Musik, Kinderangebote und eine Festivalfläche mit Ausstellern. Das macht den Besuch auch für Begleitpersonen attraktiv, die selbst nicht surfen. Trotzdem bleibt der Wassersport der eigentliche Mittelpunkt, und genau dort liegt der größte Mehrwert.
Das Beachcamp befindet sich direkt am Festivalgelände. Die Nähe zum Strand ist praktisch, allerdings sollte man früh buchen, weil die Stellplätze bei beliebten Ausgaben schnell knapp werden können. Für eine ruhigere Reise kommen Unterkünfte in Burg, Burgtiefe oder anderen Inselorten infrage, dafür musst du tägliche Wege zum Gelände einplanen.
Anreise, Ausrüstung und Kosten realistisch planen
Der Eintritt ist kostenlos, dennoch ist ein Festivalbesuch nicht automatisch günstig. Unterkunft, Fahrt, Verpflegung und eventuell eigene Ausrüstung summieren sich schnell. Wer im Beachcamp übernachtet, spart Wege, sollte aber die jeweiligen Buchungsbedingungen und Preise separat prüfen.
Im Mai kann es auf Fehmarn sonnig und mild wirken, während der Wind das Wetter deutlich kälter macht. Ich packe für solche Tage immer mehrere Schichten ein und nehme einen passenden Neoprenanzug, winddichte Kleidung, Ersatzkleidung und eine leichte Regenjacke mit.
- gültiger Ausweis für den Materialtest
- Neoprenanzug und eventuell Neoprenschuhe
- Handtuch, Wechselkleidung und wasserdichte Tasche
- Sonnencreme, Sonnenbrille mit Sicherungsband und Kopfbedeckung
- eigene Rettungsweste oder Prallschutzweste, falls vorhanden
- Powerbank, Trinkflasche und etwas Bargeld für spontane Ausgaben
Bei der Anreise mit dem Auto solltest du mit höherem Verkehrsaufkommen rechnen. Besonders an den Haupttagen lohnt es sich, früh am Vormittag anzukommen. Wer mit eigenem Surfmaterial reist, sollte außerdem prüfen, ob Dachträger, Boardbags und Befestigungen sicher sitzen. Ein schlecht verzurrtes Board wird bei Seitenwind schnell zum Sicherheitsproblem.
Für wen sich der Besuch lohnt und wo seine Grenzen liegen
Das Festival passt hervorragend zu Menschen, die Wassersport ausprobieren, neues Material vergleichen oder die Saison gemeinsam mit anderen Surfern beginnen möchten. Anfänger profitieren von der flachen Testzone und den Schnupperangeboten, während Fortgeschrittene aktuelle Produkte direkt unter Freiluftbedingungen testen können.
Weniger geeignet ist die Veranstaltung für alle, die ausschließlich perfekte Wellen zum Wellenreiten suchen. Fehmarn ist vor allem wegen seiner Wind- und Flachwasserbedingungen interessant. Ob du tatsächlich aufs Wasser kommst, hängt trotzdem von Windrichtung, Windstärke, Sicherheitsfreigaben und dem Andrang am jeweiligen Tag ab.
Auch die kostenlose Nutzung bedeutet nicht, dass jedes Wunschmaterial jederzeit verfügbar ist. Beliebte Größen können vergriffen sein, manche Produkte eignen sich nur für bestimmte Könnensstufen. Meine Empfehlung lautet deshalb, vor dem Test ehrlich einzuschätzen, was du sicher kontrollieren kannst. Ein zu großes Segel oder ein zu anspruchsvolles Foil bringt selten Erkenntnisse, aber schnell Frust.
So wird dein Besuch am Südstrand wirklich gelungen
Plane den Festivalbesuch als Kombination aus Sporttag und Aufenthalt am Meer. Komm möglichst früh, melde dich zuerst für Tests an und lege dir danach feste Zeitfenster für Gespräche, Wettbewerbe und Pausen fest. So verbringst du nicht den halben Tag mit Warten und hast trotzdem Raum, neue Eindrücke mitzunehmen.
Für mich ist der größte Nutzen des Events nicht das bloße Ausprobieren möglichst vieler Produkte. Entscheidend ist, ein Gefühl für die richtige Ausrüstung zu entwickeln und anschließend besser zu verstehen, welche Größe, Bauweise und Ausstattung zum eigenen Fahrstil passen.
Wer 2027 nach Fehmarn reisen möchte, sollte den angekündigten Standortwechsel zur Westmole und die Verbindung mit dem Foil-Festival einplanen. Termine, Testbedingungen und Campinginformationen können sich ändern. Eine kurze Prüfung der aktuellen Veranstalterangaben vor der Buchung spart hier unnötige Überraschungen.